Geduld mit dem Gewöhnlichen

Geduld mit dem Gewöhnlichen

Wie du säst, was du ernten willst.

Oft brauchen wir Geduld mit dem Gewöhnlichen. Umso rasanter die Welt um uns herum erscheint, desto größer werden unsere eigenen Ansprüche daran, wie schnell etwas funktionieren soll. Funktionieren…

Womöglich wäre es ab und zu praktisch eine Maschine zu sein, die einfach getankt, gewartet, repariert wird und dann wieder funktioniert?

Doch (noch?) sind wir ein Teil des Natürlichen. Und die Natur hat letzten Endes doch die Hosen an. Falls ich das zwischendurch mal wieder vergessen haben sollte, erinnert mich das Wetter sehr eindrücklich daran. Da kommt so ein Sturmtief daher und fegt Anfang Februar energiegeladen über uns weg und bringt uns, routinierte Gewohnheitstierchen, völlig aus dem Konzept.

Geduld üben.

Mit dem Gewöhnlichen. Geduld mit der Natur, die auch ich bin. Geduld mit Gewohnheiten, den alten und den neuen.

Ein Garten ist für mich ein wunderbares „Erinner-Mich“, dass Dinge ihre Zeit und individuelle Wachstumsbedingungen brauchen, um zu gedeihen.

Und wenn ich ganz still sitze und lausche, dann flüstert mein Garten mir lächelnd seine Weisheiten direkt ins Herz:

Hab Geduld mit ausgediehten Gewohnheiten, sie brauchen Zeit bis sie sich zersetzen. Das gibt guten Boden.

Hab Geduld mit neuen Routinen. Sie brauchen Zeit bis sie anwachsen. Das gibt starke Wurzeln.

Hab Geduld mit neuen Gedanken und inneren Haltungen. Sie brauchen liebevolle Pflege, damit sie ihre ganze Pracht entfalten.

Hab Geduld mit sichtbaren Ergebnissen. Wachstum besteht aus einer Milliarde kleiner Schritte.

Schule deinen Blick fürs Detail. Damit du die winzigen und wundersamen Entwicklungsschritte tagtäglich feiern kannst.

Denn: zack! – da ist das Gras schon wieder soooooo hoch.

In diesem Sinne, sonnig beherzte Grüße ins Wochenende!

Ach, und erinnerst du dich noch?

Zum Jahreswechsel 2019/20 habe ich euch geschrieben, wie ich mich fürs neue Jahr positiv ausrichte. (Mehr dazu unter diesem Beitrag.) Damit das nicht nur Psychologen-Sprücheklopferrei bleibt:

Tadaaa! Unsere kleine, persönliche Glücks-Saat für das Jahr 2020.